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Kapitel 2. Installation von Red Hat Enterprise Linux
2.14.3. Partitionsfelder
Über der Partitionshierarchie befinden sich Labels mit Informationen über die Partitionen, die Sie
erstellen. Die Kennungen werden wie folgt definiert:
·
Gerät: Dieses Feld zeigt den Gerätenamen der Partition an.
·
Mount-Punkt/RAID/Volumen: Ein Mount-Punkt ist der Ort der Verzeichnishierarchie, an dem ein
Datenträger existiert; der Datenträger wird an diesem Ort "gemountet". Dieses Feld gibt an, wo die
Partition gemountet wird. Wenn eine Partition vorhanden, aber nicht festgelegt ist, müssen Sie den
Mount-Punkt definieren. Doppelklicken Sie auf die Partition oder klicken Sie auf die Schaltfläche
Bearbeiten.
·
Typ: Dieses Feld gibt den Partitionstyp an (z.B ext2 oder ext3).
·
Format: Dieses Feld zeigt an, ob die erstellte Partition formatiert wird.
·
Größe: Dieses Feld gibt die Größe der Partition (in Megabytes) an.
·
Start: Dieses Feld zeigt den Zylinder Ihrer Festplatte an, an dem die Partition beginnt.
·
Ende: Dieses Feld zeigt den Zylinder Ihrer Festplatte an, an dem die Partition endet.
RAID-Gerät/LVM Volumengruppen-Member ausblenden: Wählen Sie diese Option aus, wenn
Sie nicht möchten, dass erstellte RAID-Geräte oder LVM-Member der Datenträgergruppe angezeigt
werden.
2.14.4. Empfohlenes Partitionsschema
Wenn Sie keinen anderweitigen Grund haben, empfehlen wir, die folgenden Partitionen zu erstellen:
·
Eine Swap-Partition (mindestens 256 MB) -- Swap-Partitionen dienen der Unterstützung von
virtuellem Speicher. In anderen Worten werden Daten auf eine Swap-Partition geschrieben, wenn
unzureichend Direktzugriffsspeicher (RAM) zur Verfügung steht.
Wenn Sie sich nicht sicher über die Größe der zu erstellendend Swap-Partition sind, dann neh-
men Sie einfach zwei mal die Speichergröße des Direktzugriffspeichers RAM auf Ihrem Rechner
(jedoch nicht mehr als 2 GB).
Das Festlegen der richtigen Menge an Swap-Space hängt von einer Anzahl von Faktoren ab, inklu-
sive der folgenden (nach Wichtigkeit in absteigender Reihenfolge):
·
Die Applikationen, die auf dem Rechner ablaufen.
·
Die Menge an installiertem physikalischem RAM.
·
Die Version des Betriebssystems.
Swap sollte der 2-fachen Menge an physikalischem RAM für bis zu 2 GB an physikalischem RAM
entsprechen und danach jeweils der 1-fachen Menge an physikalischem RAM für jede weitere
Menge über 2 GB, jedoch niemals weniger als 32 MB.
Wenn man diese Formel anwendet, würde somit ein System mit 2 GB physikalischem Speicher 4
GB Swap besitzen, wobei 3 GB physikalischer Speicher in 5 GB Swap resultieren. Das Erstellen
einer großen Swap-Space-Partition kann besonders dann hilfreich sein, wenn Sie planen Ihren RAM
zu einem späteren Zeitpunkt upzugraden.
Tipp
Wenn Ihr Partitionierungsschema eine Swap-Partition benötigt, die größer als 2 GB ist, so sollten
Sie eine zusätzliche Swap-Partition erstellen. Wenn Sie zB. 4 GB Swap benötigen, sollten Sie zwei
2 GB Swap-Partitionen erstellen. Wenn Sie 4 GB RAM besitzen, so sollten Sie 3 Swap-Partitionen
mit jeweils 2 GB erstellen. Red Hat Enterprise Linux unterstützt bis zu 32 Swap-Dateien.