Majo dann...

VIOS = Virtual I/O Server. Das ist die auf AIX basierende Virtualisierungsschicht für Netzwerk und Storage, mit der stellt man also den Zugang zu den benötigten Netzwerk- und Speicherressourcen für die AIX und Linux LPARs her, so dass man dafür nicht mit dedizierter Hardware arbeiten muss.

Sollen also mehrere nicht-i5/OS LPARs zum Einsatz kommen geht das i.d.R. nur mit einem VIOS, es sei denn man hat viel Knete und viele Slots für die ganzen Netzwerk- und FiberChannel-Karten bzw. lokale Disks.

Was PowerVM angeht hab ich zwar nicht alle Lizensierungsdetails im Kopf, aber ausm Stehgreif fällt mir ein, dass es da eine Standard- und eine Enterprise (Yeah, Käptn Körk!) Edition gibt. Du wirst also die eine oder andere Lizenz gekauft haben. Wenn ich mich nicht täusche, ist die aber im Auslieferungszustand schon aktiviert. Andernfalls müsste man halt den Aktivierungscode (siehe Unterlagen) über das schon angesprochene ASMI eintrümmern.

Ich sags dir gleich : Wenn Du mehr als eine i5/OS und eine AIX oder Linux LPAR auf der Maschine konfigurieren willst und somit um den VIOS normalerweise nicht herumkommst, jedenfalls nicht bei der kleinen Maschine, dann lies dich erstmal in die Materie ein. Die PowerVM Redbooks sind zwar wie üblich sehr mächtig und das braucht auch ein wenig Zeit um da durchzublicken, aber das ist immer noch besser als am Ende mit nem total verkorksten Setup dazustehen und nicht mehr vor noch zurück zu können, weil schon irgendwas produktiv auf der Kiste läuft.

Wo ich deinen letzten Beitrag gerade nochmal angucke fällt mir was ein : Es gibt tatsächlich ein Setup ohne HMC, das nennt sich dann IVM (Integrated Virtualization Manager). Ist meiner Erfahrung nach aber nicht so dolle, zumal es aus nem zusätzlich auf der Maschine mitlaufenden Application Server besteht, der die ganze Chose dann über ein Webinterface ("klickeldiklick... ups!") "verwaltbar" macht. Das Frontend braucht zusätzlich CPU- und Memory-Ressourcen, so dass man von seiner relativ teuer bezahlten i5 nen guten Batzen mehr für die Verwaltung der Virtualisierungsschicht opfern muss. Würd ich nicht empfehlen.

Ich arbeite z.B. mit zwei Power6 570er in ner Double-CEC Installation ("building blocks") für maximale Redundanz, darauf ist eine Double-VIOS Installation implementiert. War zwar nicht ganz einfach mit dem Setup, weil sich bedingt durch die zahlreichen möglichen Szenarien sehr viele Kombinationsmöglichkeiten ergeben, aber jetzt hab ich Ruhe und kann dank der am Anfang investierten Energie und Mühen ganz gemütlich z.B. einen VIOS im Produktionsbetrieb neu starten, ohne dass es irgendwelche Auswirkungen auf eine der LPARs hätte.

Grüsse

Martin