Ja, das trifft in Deustchland nicht nur diese Themen. Alles was mit Digitalisierung zu tun hat, wird erst mal verteufelt.
Wie ich schon schrieb, wir sind ein kleines BI-Unternehmen, wobei auch hier die Intelligence immer noch vor dem Schirm sitzt. Aber im sog. Mittelstand (50-2000 Mitarbeiter) wird bei jeder Frage nach einem BI-Produkt, und das geht ja nur Richtung Auswertung und Analyse, geantwortet: Wieso? Wir haben doch unsere Excel-Auswertungen sowie Query-Listen? Für was anderes haben wir gar keine Zeit!

Und wie soll das dann mit elektronischen Rechnungen funktionieren, wenn man noch 20 oder mehr Jahre alte Software verwendet?
Und überhaupt, wer braucht das denn überhaupt, außer den Italienern um der Maffia Herr zu werden?
Zumdem Letztere da auch kein Problem mit haben, denn da, wo keine Rechnung erstellt wird, gibts auch keine eRechnung.

Meine Frau ein ein kleines Kosmetikinstitut. Sie erzeugt Rechnungen für Kolleginnen und Endkunden.
Sie muss also für die Ersteren nun eRechnung zur Verfügung stellen.
Gut, solange noch Mindestumsätze nötig sind um das zur Pflicht werden zu lassen, kann man das ignorieren. Aber ab 2028 ändert sich das ja und ich denke, mein Frau wird das Geschäft dann halt schließen müssen oder, wie bei den Ausnahmen aufgezählt, Rechnungen an Kolleginen auf 250,-- zu beschränken. Allein die sichere Archivierung der eRechnung als Kleinunternehmer ist ja nicht zu gewährleisten. Bisher werden alle PDF-Rechnungen ausgedruckt und abgeheftet.

Der ganz Wahnsinn liegt für solche Kleinunternehmer jenseits der Bezahlbarkeit.
Wir setzen z.B. Lexware als eher rudimentäre Buchhaltung ein um Rechnungen zu schreiben und Mwst-Anmeldungen zu erstellen. Lexware will im Laufe des nächsten Jahres einen eViewer entwickeln. Wann es tatsächlich eine eRechnungserstellung gibt, steht noch in den Sternen.
Und was die dann letztendlich dafür verlangen, weiß heute auch noch keiner.
Spätestens, wenn dann ein gesicherter Übertragungsweg á la EDI, also nicht Mail, gewährleistet werden muss, wird es weitere Probleme geben.

Ich kann nur froh sein, dass ich als Selbständiger keine Rechnungen mehr erstelle, da ich ja nur B2B-Kunden habe. Dem Heer der anderen Selbeständigen, Handwerker, Softwareentwickler u.v.m. wird nur ein gigantischer Verwaltungsapparat aufgebürdet mit dem einzigen Ziel, die Schwarzarbeit zu bekämpfen, was zuletzt auf diesem Weg nicht von Erfolg gekrönt sein wird.

Und ich dachte immer, Sippenhaft wäre in Deutschland verboten!

@Camouflage
Kann ich deine Lösung auch auf Windows mit Lexware Büro Easy verwenden, wo man noch nicht mal mit normalen Methoden an die Inhalte der Datenbank kommt?